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Um die irische Landschaft am besten beschreiben zu können, ist es sinnvoll sich an die traditionelle Gliederung in vier Provinzen zu halten: Ulster im Norden, Leinster im Osten, Connacht im Westen und Munster im Süden.

Ulster

Sie bedeckt 26,3% der Fläche Irlands. Fälschlicherweise wird heute nur die Britische Provinz Nordirland zu Ulster gezählt. Aber auch die zur Republik Irland gehörenden Counties (Grafschaften) Donegal, Cavan und Mongghen gehören dazu.

Ulster ist eine von Gegensätzen geprägte Landschaft: Gebirgszüge aus Granit (Mourne Mountains) oder vulkanische Phänomene (Giant’s Causeway) stehen in starkem Kontrast zu den Sand- und Dünenlandschaften im Nordwesten im County Donegal. Unterschiedliche Landschaftsprägungen wie Berge, Hügel, Hochmoore, Heidelandschaften, atemberaubende Felsenklippen und feinsandige, flache Strände bilden eine unschlagbare Kombination des Spektakulären mit dem Friedlichen, Sanften. Ulster ist an drei Seiten von Meer umgeben, das sich im Laufe der Zeit an vielen Stellen weit ins Land gefressen hat und dabei eine Vielzahl von Buchten, Halbinseln und Inseln geschafften hat. Wie z.B. Tory, gegenüber der Küste von Donegal und Rathlin, an der Nordküste von Antrim. Auch der größte See Irlands, der Lough Neagh, befindet sich in dieser Provinz.

Charakteristisch für den Süden Ulsters sind die so genannten „drumlins“. Das sind kleine, stromlinienförmige Hügel aus Lehm und Ton, welche in der letzten Eiszeit durch Gletscher geformt wurden. Sie erstrecken sich in einem weiten Bogen von den Counties Armagh und Down im Nordosten über den äußersten Süden Ulsters bis nach Donegal im Nordwesten.

Ein weiteres Kennzeichen sind die Hochmoore, „turf bugs“ genannt. Sie bedecken ein Sechstel der Provinz. Torf war über Jahrhunderte hinweg, für viele Iren ein günstiger und leicht zugänglicher Brennstoff. Auch heute noch sieht man auf der ganzen Insel Torfstecher bei der Arbeit oder zum Trocknen aufgeschichtete Torfhaufen.

Weite Teile dieser Moore sind wohl schon während der letzten Eiszeit entstanden. Andere Teile waren früher dichte Waldgebiete, die aus den unterschiedlichsten Gründen überflutet worden waren. Auch der Mensch ist durch die Abholzung ganzer Wälder, trug seinen Teil dazu bei. Heute werden große Anstrengungen unternommen, das Gebiet wieder aufzuforsten.


Leinster

Die Provinz Leinster umfasst etwas 23,4% der Insel. Sie erstreckt sich über ein Gebiet südlich von Ulster von der Irischen See bis um Shannon im Westen und dem County Wexford im Süden. Zu ihr zählen die Counties Wexford, Louth, Meath, Longford, Westmeath, Offaly, Kildare, Dublin, Laois, Kilkenny, Carlow und Wicklow.

Man spricht in der Literatur oft vom „keltischen Westen“, dem „rebellischen Süden“ und dem „schwarzen Norden“. Nur der Osten wird recht steifmütterlich behandelt und oft gar nicht erwähnt. Vielleicht weil viele der Invasoren, von denen es in Irlands Geschichte viele gab, gerade dort landeten. Die ist allerdings nur eine Vermutung, denn über die wahren Gründe schweigen sich die Chronisten aus. Unverständlich, wenn man bedenkt, dass der Osten, ein wichtiges Eingangstor für die prägenste Kraft in der Entwicklung der Kultur Irlands war. Nämlich für die Kirche.

Irgendwann nach 423 n. Chr. landete der irische Nationalheilige, St. Patrick, an der Mündung des Boyne bei Drogheda auf irischem Boden. Von diesem Zeitpunkt an bis zum Einfall der Anglo-Normannen im Jahr 1169 war die Kirche der wichtigste Kulturträger im Land. Zahlreiche Relikte zeugen auch heute noch von dieser Zeit. Klosterruinen, Gebetsstätten, Rundtürme, Hochkreuze oder heilige Brunnen. Besonders beeindruckende Denkmäler dieser Zeit sind das über fünf Meter hohe „High Cross of Moone“, der Rundtrum von Timahoe oder die verfallene Kapelle von St. Mochta im County Louth.

In Leinster siedelten, wohl auch wegen des hervorragenden Ackerbodens, mehr Menschen als sonst wo in Irland. Sie ist am deutlichsten von Menschen geprägt und wohl der „kultivierteste“ Teil der Insel. Die raue Schönheit der unbefleckten Natur sucht man hier vergebens, obwohl zwischen Bray und Arklow einige der schönsten Sandstrände zu finden sind. Nur in den Wicklow Bergen findet man noch etwas von der wilden Schönheit, für die Irland bekannt ist, da sie vom Menschen weitestgehend unberührt sind.

Im Herzen der Berge von Wicklow findet man Glendalough (Gleann dá Loch, das Tal der zwei Seen). Hier befindet sich die Ruine einer Klosteranlage, welche im 6. Jh. von St Kevin gegründet wurde und sich sehr bald zu einem der führenden religiösen Zentren Europas entwickelte. Sie wurde im 9. und 10. Jh. von Wickingerüberfällen geschwächt und schließlich im Jahre 1398 völlig von den Engländern zerstört.

Über Jahrhunderte hinweg tobte der Kampf mit der Englischen Krone um die politische Vorherrschaft auf der Insel. In diesem Zuge wurden viele irische Grundbesitzer in Leinster enteignet und ihr Besitz an englische Staatsdiener übergeben. Um ihren dadurch neu erlangten Status zu demonstrieren bauten sie viele prunkvolle Herrensitze. Früher vor allem zur Demütigung der Iren, durch Demonstration der Stärke Englands erbaut, gehörten sie heute zu den größten Attraktionen des Landes und ziehen jedes Jahr eine Vielzahl von Besuchern an.


Munster

Munster nimmt etwa 29,3% der Insel und ist damit die größter der klassischen Provinzen. Sie liegt im Süden und Südwesten und besteht aus den Counties Tipperary, Waterford, Cork, Kerry, Limerick und Clare. In der frühesten Geschichte der Insel war die Provinz in fünf Teile gegliedert, welche durch natürliche Grenzen voneinander getrennt und von regionalen Adelsfamilien regiert wurden. Doch noch vor dem Anglo-Normannischen Einfall teilte sich die Provinz in zwei regionale Königreiche die von den Fitzgeralds im Süden und den O’Briens im Norden regiert wurden.

Diese Provinz lässt sich wohl am besten als „Land der Extreme“ charakterisieren. Besteigt man den 339m hohen Berg „The Cap“ in den Knockmeal-down-Bergen, bei Lismore im County Waterford, bietet sich einem ein wunderbarer Blick auf ein fruchtbares Tal, „The Vale“ genannt. tritt man nun eine Fahrt durch den zum County Cork gehörenden Südteil der Beara-Halbinsel Richtung Kenmare, County Kerry an, was im Norden er Bearas liegt, stößt man auf üppige, teilweise sogar subtropische Vegetation. Diese wird durch den nahe verlaufenen Golfstrom begünstigt. Dazwischen findet man die Caha-Berge. Ein Gebirgszug, den man mit den Adjektiven „rau“ und „unwirtlich“ nur annährend beschreiben kann. Heute führt ein Tunnel durch dieses Bergmassiv, doch zu früherer Zeit mussten Einheimische die Kutschen auf ihren Schultern über diese Höhen tragen, während man selbst hinterher lief.

Diese extremen Unterschiede zwischen üppiger Vegetation und rauer Natur schlägt sich nicht nur landschaftlich nieder, sondern hatte wohl auch Einfluss auf die Menschen und ihre Bauwerke. Dies wird deutlich wenn man den Rock of Cashel im County Tipperary mit Skellig Michael von der Iveragh-Halbinsel vergleicht.

Im Golden Vale liegt der Felsen von Cashel. Auf ihm findet man die wohl erlesenste Ruinenansammlung der Provinz. Im 4. Jh. hatte Cormac, einer der keltisch-irischen Provinzkönige, seinen Herrschaftssitz dort. Der heilige Patrick soll ihn um 450 n. Chr. zum Bischofssitz gemacht haben. Hier soll auch der Shamrock, eine besondere Form des Klees, von St. Patrick im 5. Jh. als Symbol der Dreieinigkeit gewählt worden sein. Später wurde er zum inoffiziellen Nationalemblem des freien, unabhängigen Irland. Im 12. Jh. wurde die Anlage komplett an die Kirche übergeben und als Zeichen dafür 1127 die Cormac’s Chapel erbaut.

Im Gegensatz dazu wurde Skellig Michael von Beginn an nur von Mönchen genutzt. Auf dem 210m hohen, aus dem Meer ragenden, kegelförmigen Felsen, findet man heute einen Leuchtturm und eine über 1000 Jahre alte Klosterruine, die man so wohl nirgends auf der Welt finden wird. Auf mehreren Terrassen stehen sechs an Bienenkörbe erinnernde Hütten, deren Mauern bis zu 2m dick sind. Der größte dieser Bauten ist fast 6m hoch und bedeckt eine Grundfläche von ca. 20qm. Daneben gibt es noch zwei Bootsförmige Gebetshäuser (Oratorien), mehrere Kreuze und Grabmäler und eine Kirchenruine, vermutlich aus dem 12. Jh. Geht man von er Größe der Anlage aus haben vermutlich nie mehr als 12 Mönche gleichzeitig auf der Insel gelebt. Heute ist sie nur noch ein Ziel für Pilger und Touristen.


Connacht

Die kleinste der vier Provinzen ist Connacht. Sie bedeckt gerademal 21% der Insel und umfasst die Grafschaften Leitrim, Roscommon, Galway, Mayo und Sligo. Dieser Teil Irlands, der von Felsen und Schafen, mildem Regen und Bergnebel bestimmt wird, gilt als der „irischste“ Teil der Insel. Sie ist der letzte Verfechter der rein irischen Sprache, obwohl sie den Reisenden häufig mit einsprachig-irischen Wegweisern verwirrt.

„To hell or to Connacht!“ Dies war die Alternative die der englische Lord Cromwell um 1649 den besiegten Aufständischen Iren bot. Was so viel hieß, wie das sie die Wahl hatten zwischen: Dem schnellen Tod durch den Henker oder einer Existenz am Rande der Hungersnot in einer unwirtlichen Gegend die Aufgrund von Missernten oder Widrigkeiten der Natur meist doch zum Tod führten. Ohne Bodenschätze, landwirtschaftlich nicht nutzbar und ohne strategische Bedeutung übte Connacht keinerlei Reiz auf frühere Invasoren aus, bedeutete für die Iren allerdings den letzten Zufluchtsort vor Gefahr von außen.

Selbst die Wikinger machten beim Anblick der unwirtlichen Gegend kehrt um sich lieber Leinster zuzuwenden. Als die Anglo-Normannen im 12. Jh. in Irland landeten suchten die Iren westlich des Shannon Zuflucht vor den Eroberern. Auch nachdem diese sich entschlossen hatten Connacht ihrem Herrschaftsgebiet hinzuzufügen dauerte es noch ein Jahrhundert bis sie dieses Vorhaben in die Tat umsetzten. Anhand noch heute sichtbarer Spuren kann man nachvollziehen, dass sie mehrmals zu einer Eroberung ansetzten, sie aber auf halbem Wege der Mut verließ und sie wieder umkehrten.

Nur der Kirche gelang eine erfolgreiche „Invasion“ Connachts, durch Mönche, die in religiösen Siedlungen lebten um hier in Ruhe und Frieden ihrem Glauben zu dienen. Sie erfolgte leise und unauffällig und dauerte Jahrhunderte.

Dadurch entstanden einige Klosteranlangen, die zwar durch die Armut der Gegend nicht an die Größe der in Leinster und Munster zu findenden Klöster heran reicht, aber dennoch erwähnswert sind. Die wohl bekannteste Abtei dieser Region liegt an der Südgrenze des County Mayo. Die Abtei Cong. Erbaut wurde sie im 12. Jh. durch Roderick O’Connor, dem letzten irischen König. Nicht zuletzt erlangte die Abtei Berühmtheit durch das „Cross of Cong“. Dies ist ein von einem Künstler aus Roscommon im Jahr 1123 gefertigtes Prozessionskreuz aus Eiche welches mit Bronze und Edelsteinen verziert ist. Heute kann man es im Dubliner Nationalmuseum besichtige. Ebenfalls erwähnenswert ist die Abtei von Ballintober, welche im 13. Jh. durch König Cathal von Connacht erbaut wurde.

(Quellen: div. Bücher und Wikipedia; Text: Ran) 




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